COVID-19 Pandemie - Coronakrise

Klagenfurt in der Corona-Zeit: Gemeinsam sind wir stark!

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Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler berichtet über die Maßnahmen in seinen Abteilungen, das Verantwortungsbewusstsein der  Stadt insbesondere in der Krise und die Auswirkungen auf den Sportbetrieb.

Herr Vizebürgermeister Pfeiler, quasi über Nacht wurden von der österreichischen Bundesregierung zahlreiche Maßnahmen zur
Bekämpfung der Corona-Pandemie verordnet. Insbesondere das Sozialwesen, das in Klagenfurt in Ihren Zuständigkeitsbereich fällt, war davon von Anfang an betroffen.

Für uns war von Beginn an klar: wir lassen niemanden alleine! Wir haben gerade für Menschen in finanziellen
Schwierigkeiten eine gesellschaftliche Verantwortung, die wir auch wahrnehmen. Speziell in Krisenzeiten ist es wichtig, jenen Menschen, die es brauchen, rasch und gezielt zu helfen. Daher wurde über die Sozialabteilung ein umfangreiches Hilfspaket für
finanziell benachteiligte Klagenfurterinnen und Klagenfurter geschnürt. Für Auskünfte und Antragsstellungen wurde eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet und die digitale Beantragung ausgebaut.

Insbesondere ältere Menschen wurden dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben und persönliche Kontakte einzuschränken. Wie wurde die Versorgung dieser Menschen sichergestellt?

Mit Beginn der Krise haben wir ein Seniorenhilfstelefon eingerichtet. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmerten sich um Besorgungen wie Lebensmittel und Medikamente und brachten sie den Betroffenen direkt nach Hause. Finanziell Benachteiligten wurden kostenlose Lebensmittelboxen gebracht.

Der Magistrat Klagenfurt beschäftigt rund 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wie haben Sie als Dienstgeber auf die Krise reagiert?

Sofort nach Bekanntwerden der Maßnahmen durch die Bundesregierung und Analyse der Auswirkungen für die Stadt Klagenfurt wurden umfangreiche Maßnahmen im Personalbereich getroffen. Innerhalb kürzester Zeit wurden die technischen  Voraussetzungen für Heimarbeit geschaffen, sodass alle Abteilungen für die Bürgerinnen und Bürger sowohl telefonisch als auch per Mail erreichbar waren, und Anliegen, Anträge, Formulare bearbeitet werden konnten. In Ausnahmefällen mussten einige
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Dienst vor Ort machen. Sie wurden gesondert über Schutzmaßnahmen informiert.  Weiters wurde ein Personal-Pool angelegt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aufgrund der Maßnahmen arbeitszeitliche Ressourcen frei hatten, wurden anderen Abteilungen mit Mehrbedarf zugewiesen. So wurde sichergestellt, dass systemrelevante
Arbeitsplätze abgesichert waren.

Mir war es sehr wichtig, dass die Verfahren für notwendige Personalaufnahmen auch während der Krise weitergeführt wurden.  Der Magistrat Klagenfurt war einer der wenigen Betriebe, die trotz Krise Stellen ausgeschrieben haben und in Kürze weiteres Personal aufnehmen werden.

Nicht nur der Arbeitsalltag hat sich verändert, die Maßnahmen betrafen auch den Sport- und Freizeitbereich. Wie geht es hier weiter?

In meinen Zuständigkeitsbereich fallen auch die Klagenfurter Sportvereine. Es war mir sehr wichtig, die Grundsubventionen für  unsere Vereine wie gewohnt Ende März zur Auszahlung zu bringen, um den Vereinen das Überleben zu ermöglichen.  Derzeit wird in den einzelnen Sportarten der Sportbetrieb sukzessive wieder aufgenommen.

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