COVID-19 Pandemie - CoronakriseGesundheit

Die Arbeit des Streetwork-Teams in dieser besonderen Zeit

Share this article

Mit Inkraft treten der Covid-19-Maßnahmen war es mir als Gesundheitsreferent ein besonderes Anliegen, dass das Team der  Suchtberatung der Stadt Klagenfurt auch weiterhin für ihre KlientInnen zur Verfügung steht,

betont StR Mag. Franz Petritz.

Die Arbeit wurde unter diesen Umständen schwerpunktmäßig und professionell auf telefonische und andere kontaktlose Beratung und Betreuung umgestellt.

Die Drogenberatung VIVA hat ihre Arbeit trotz der Einschränkungen infolge der Covid-Krise aufrechterhalten können. Ein essentieller Teil dabei war, am Kontakt zu den KlientInnen festzuhalten, wie z.B. durch Essensausgabe, sicheren Spritzenaus-
tausch, etc. Die KlientInnen gehören aufgrund ihrer Suchterkrankung zur Risikogruppe und es war uns wichtig, ihnen damit zu helfen, dass sie sich möglichst wenig im öff entlichen Raum aufhalten mussten. Sie erhielten natürlich auch weiterhin Unterstützung bei Behördenwegen (telefonisch bzw. per Email in der Beratungsstelle), indem die nötigen Informationen und Anträge an AMS, Sozialamt, Schuldnerberatung, Klärung von Gerichtsterminen etc. mit den MitarbeiterInnen zusammen
weitergeleitet wurden, wobei man entweder telefonisch verbunden war oder mit entsprechendem Sicherheitsabstand bei
geöffnetem Fenster in direktem Gespräch (vor der VIVA). Es wurde Hilfestellung angeboten, um zu Rezepten zu kommen, aber  auch für Dauerrezept-Abholung und –vidierung der Substitutionsmittel wurde ein adäquater Weg gefunden.

Eine große  Herausforderung für das Streetwork-Team rund um Leiter Ernst Nagelschmied war es, die KlientInnen telefonisch zu kontaktieren und über die Maßnahmen und Verhaltensregeln zu informieren, die von der Regierung festgelegt wurden. Darüber hinaus hat es sich als großes Problem herausgestellt, dass viele der KlientInnen nur Zimmer bewohnen und keine Möglichkeit haben, bestimmte Hygieneregeln, wie zum Beispiel Wäsche waschen, einzuhalten. Die Arbeit des Streetwork-Teams in dieser  besonderen Zeit Im Bereich der Spielsuchtberatung mussten wir leider feststellen, dass einige der automatenspielenden
Klienten ins Internet ausgewichen sind. Durch das ständige Zuhause sein war die Versuchung groß, über den PC die Sucht auszuleben. Ein Großteil der KlientInnen konnte durch Telefonate und Chats gut aufgefangen werden, jedoch läuft derzeit eine Schwerpunktaktion die Betroffenen wieder von ihrer Online- Spielsucht abzubringen.

Es hat sich, wie bei den meisten Menschen, gezeigt, dass mit der Dauer der Ausgangsbeschränkungen die Ungeduld und die
Spannungen immer größer wurden. Die Streetworker haben auch diese Schwierigkeiten professionell gemeistert, wobei die Betreuung natürlich nicht Freitag zu Mittag endete, sondern bei vielen auch über das Wochenende bzw. die Feiertage
notwendig war. Das Streetwork-Team hat die KlientInnen gut durch die Krise geführt und begleitet sie
weiterhin zurück in die Normalität.

Zum heurigen 25-Jahr-Jubiläum bin ich stolz darauf, dass das Streetwork-Team personell aufgestockt wird.

 

Stabile Strukturen und Perspektiven für ALLE
Fahrradprüfungen finden statt

COVID-19 Pandemie

Soziales

Gesundheit & Bildung

Das könnte Sie außerdem interessieren

Menü