Soziales

Scheider schürt unter den Schwächsten Verunsicherung

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Sozialreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler:

 weder gibt es eine Ausgliederung der Klagenfurter Volksküche, noch Kürzungen bei der Drogenambulanz oder dem Klagenfurter Obdachlosenheim! Hätte Stadtrat Scheider nicht bereits mehrfach die Sitzung des Sozialausschusses geschwänzt, wüsste er, worum es geht – nämlich um eine Reparatur seiner Sozialpolitik. In seiner Zeit als Sozialreferent hat er nur verwaltet, aber nicht sinnvoll und verantwortungsbewusst gestaltet.

In der gestrigen Sitzung des Sozialausschusses wurde über einen möglichen Zusammenschluss des Obdachlosenheims der Stadt mit dem Eggerheim der Caritas diskutiert. Hintergrund zu diesem Thema ist, dass wir die Obdachlosenbetreuung ganzheitlich betrachten und zeitgemäß adaptieren wollen – es geht nicht nur darum, eine Pritsche zum Schlafen zur Verfügung zu stellen, sondern eine professionelle Auseinandersetzung mit dem Thema zu schaffen und die Betreuung weiterzuentwickeln. Obdachlose haben vielfältige Bedürfnisse und Problemlagen, zu deren Lösung es ausgebildeter Personen bedarf. Nur eine Schlafstelle anzubieten, ist heute eindeutig zu wenig und hilft den betroffenen Personen nur „für diese Nacht“.
Obdachlosenarbeit muss von Instrumenten der Qualitätssicherung begleitet werden und soll als Ziel nicht die bloße Verwahrung für die Nacht haben, sondern die Hilfestellung zur Beendigung der Obdachlosigkeit. Das kann nur durch den Aufbau von Vertrauensbeziehungen geschehen, die in der Tagesstätte der Caritas schon geknüpft sind und durch die Zusammenführung mit der Notschlafstelle noch intensiviert werden können.

Das Klagenfurter Obdachlosenheim besteht seit den 40er Jahren an der angegebenen Adresse und hat sich seitdem nicht verändert. Es sind seit Jahrzehnten dieselben Schlafsäle und dasselbe Konzept. Soziale Betreuung, Begleitung und Beratung gab es nicht. Die Zeiten verändern sich und mit ihnen auch die soziale Fragestellung. Es genügt uns nicht, das bloße Schlafen zu ermöglichen! Eine moderne Stadt, die es mit Sozialpolitik ernst meint, muss zeitgemäße Konzepte haben. Dazu gehört eine ganzheitliche, professionelle Betreuung von Obdachlosen.

Die Caritas ist österreichweit die größte und bedeutendste Organisation, die sich dem Kampf gegen Obdachlosigkeit verschrieben hat. Sie agiert hoch professionell, ist exzellent vernetzt und bietet – im Gegensatz zur bisherigen Notschlafstelle – eine Anlaufstelle rund um die Uhr.

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