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Stolz auf Klagenfurt – Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz im Interview

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Unser Ziel ist es, in die Top 5 Städte von Österreich vorzudringen

Frau Bürgermeister, Weihnachten und damit auch der traditionelle Christbaum stehen wieder vor der Rathaustür. Letzterer wurde im Stadtsenat als „hässlich“ kritisiert …

Der Baum wurde heuer nicht eigens für den Christkindlmarkt gefällt. Er stammt aus dem Schatzmayrpark und musste ohnehin umgeschnitten werden. Mir persönlich ist das viel lieber anstatt einen gesunden Baum zu opfern.

Die Bilder von gesunden Bäumen, die Brandrodungen zum Opfer gefallen sind, gingen diesen Sommer um die Welt. Im Herbst sorgten die Bilder des Waldes im Wörthersee-Stadion für ein weltweites Medienecho. Was hat FOR FOREST der Stadt Klagenfurt
gebracht?

„FOR FOREST – Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ ist nicht mehr und nicht weniger als das erfolgreichste Kunstprojekt, das jemals im öffentlichen Raum in Österreich umgesetzt wurde. Zwei Monate lang sorgte Klagenfurt damit für Aufsehen in der internationalen Medienlandschaft . Der Werbewert der Kunstinstallation wird mit 13,5 Millionen Euro beziffert. Mit über 200.000 Besuchern im Stadion ist FOR FOREST auch die erfolgreichste Veranstaltung, die jemals in Klagenfurt über die Bühne ging.

Konnte Klagenfurt diese einmalige Bühne nutzen, um sich als weltoffene Kunst- und Kulturstadt zu positionieren?

Diese einmalige Chance sausen zu lassen, wäre geradezu fahrlässig gewesen. Deshalb haben wir gemeinsam mit zahlreichen Kunstinstitutionen ein Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, das jedem internationalen Vergleich standgehalten hat.  Besonders bedanken möchte ich mich bei den städtischen Institutionen und privaten Kulturinitiativen, die weder Kosten noch
Mühen gescheut haben und aus ihren Budgets dieses beeindruckende Rahmenprogramm umgesetzt haben. Was sagen Sie dazu, dass FOR FOREST nach Niederösterreich geht? Ich nehme die Entscheidung von Herrn Waldner mit Bedauern zur  Kenntnis. Da Herr Waldner eine Abgangsdeckung übernommen hat, kann er über sein Eigentum – also den Stadionwald – frei
verfügen. Von Seiten der Stadt ist kein Geld in die Kunstinstallation geflossen. Durch FOR FOREST hat sich Klagenfurt
international als moderne, innovative Stadt präsentiert, dieser Erfolg bleibt, auch wenn der Wald nach Niederösterreich geht.

Eine moderne und innovative Stadt wird immer mit Leuchtturmprojekten assoziiert. Hat das neue Hallenbad das Potenzial dazu?

Auf jeden Fall! Für den Neubau des Sport- und Vitalbades ergeben sich durch den Erwerb der Rohrer-Grün- de gegenüber von Minimundus neue Möglichkeiten. Konkret ist geplant, das bereits beschlossene Hallenbad, das als Alleinstellungsmerkmal ein 50- Meter- Becken haben wird, um Einrichtungen in den Bereichen Sport, Gesundheit, Vitalität und Fitness zu erweitern. Wir werden europaweit per Ausschreibung einen strategischen Partner suchen, mit dem wir dieses Leuchtturmprojekt umsetzen. Bei allen strategischen Überlegungen wird es Aufgabe der Stadt sein, das Schwimmen zu leistbaren Tarifen für alle Klagenfurterinnen und Klagenfurter sicherzustellen.

Fakten statt Behauptungen lieferte kürzlich auch die Messestudie, die vom renommierten  österreichischen Institut für Raumplanung durch- geführt wurde. Welche Schlüsse ziehen Sie daraus?

Die Studie reiht den jetzigen Standort wegen der positiven Auswirkungen auf die Innenstadt und verminderter Kosten für die notwendigen Neubauten voran. Sie ist eine wichtige Grundlage für alle weiteren Entscheidungen, obwohl zum heutigen  Zeitpunkt noch niemand seriös beurteilen kann, wie sich die Messen in zwanzig Jahren präsentieren werden. Derzeit werden  Konzepte für nicht betriebsnotwendige Flächen am Messegelände entwickelt. Konkret geht es um eine bessere Nutzung des Parkplatzes in der St. Ruprechter Straße und das Freigelände neben der Rosentalerstraße.

Bald ist Jahreswechsel. Was wünschen Sie sich für Klagenfurt?

Laut einer Studie von „Innovations Consult“ gehören wir jetzt schon zu jenen Städten, denen ein enormes Wachstum zugetraut wird. Unser Ziel ist es, in die Top 5 Städte von Öster- reich vorzudringen. Deshalb werden wir Klagenfurt zukunftsfit machen und als konkurrenzfähigen Wirtschaftsstandort ausbauen. Vieles ist in den letzten Jahren im Zuge eines Reformplanes umgesetzt oder auf Schiene gebracht worden. Darauf können wir stolz sein. Stolz auf Klagenfurt.

Wir danken für das Gespräch.

Ich bedanke mich auch und wünsche allen Klagenfurterinnen und Klagenfurtern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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