
Bürgermeister muss hinter den Interessen der Stadt stehen.
(01.09.2010)
Wie bekannt, stellte Bürgermeister Christian Scheider gestern Bad Kleinkirchheims FPK-Bürgermeister Matthias Krenn als Nachfolger des derzeitigen Präsidenten der Kärntner Messen Walter Dermuth vor. Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz dazu: „Mit Matthias Krenn soll erstmals ein Nicht-Klagenfurter Messepräsident werden. Damit signalisieren Bürgermeister Scheider und Wirtschaftsreferent Gunzer, wir hätten in der Landeshauptstadt keine kompetente Person für diesen Posten. Dies ist ein Schlag ins Gesicht der Klagenfurter Wirtschaftstreibenden.“
Die Interessen der Landeshauptstadt als Hauptgesellschafter müssen gewahrt bleiben. Mit dieser Bestellung befürchtet Mathiaschitz jedoch einen massiven Nachteil für die Stadt Klagenfurt: „Zwischen der Stadt und dem Land wird es immer Interessenskonflikte geben. Da die Stadt Klagenfurt das Vorschlagsrecht hat, soll es auch im Sinne der Stadt genützt werden. Der Bürgermeister der Stadt muss sich voll und ganz hinter Klagenfurt stellen. Die Interessen unserer Stadt müssen auch bei ihm an oberster Stelle stehen und dürfen nicht hinter jene seiner Parteikollegen im Land gereiht werden.“
Der Vorschlag stößt auf Kritik: „Mit der Auslagerung des Amtes des Messe-Präsidenten an den Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim wird die Wirtschaftskompetenz der Landeshauptstadt nicht nur geschwächt, sondern de facto aus der Hand gegeben. Dies ist ein Armutszeugnis, dass Bürgermeister Scheider und Vzbgm. Gunzer keine fachkundige Person in Klagenfurt ausmachen können und jemanden aus Bad Kleinkirchheim holen müssen“, so Mathiaschitz abschließend.